Verivox Studie: Strom weg! Und nu?
spiegel.de: Ob in Berlin oder anderswo: Sollte der Strom ausfallen, halten die Deutschen ihre Behörden für unzureichend vorbereitet. Doch bei der privaten Vorsorge sieht es laut einer Umfrage nicht besser aus.
Die Gefahr von Stromausfällen in Deutschland ist real – das hat sich in der Hauptstadt gezeigt. Im Südwesten Berlins kam es Anfang des Jahres zu einem tagelangen Blackout. Als Ursache geht die Polizei von einem linksextremistischen Anschlag aus. In jüngster Zeit kam es in Berlin zu weiteren Stromausfällen.
-
Insgesamt 54,6 Prozent der Befragten halten demnach alle Behörden und Verantwortlichen für »eher nicht gut« oder für »unzureichend« vorbereitet auf einen Stromausfall.
-
Nur 12,8 Prozent betrachten die Behörden als »sehr gut« oder »eher gut« vorbereitet.
-
Andererseits haben nur 30,3 Prozent nach eigenen Angaben selbst konkrete Vorbereitungen getroffen für einen Stromausfall.
Wer sich vorbereitet, der hat sich in den häufigsten Fällen mit Leuchtmitteln wie Kerzen, Petroleumlampen oder Taschenlampen versorgt, Nahrungs- oder Wasservorräte angelegt oder hält eine Powerbank zum Aufladen von Geräten bereit.
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe ermahnt die Deutschen schon länger, sich für Ausfälle essenzieller Infrastruktur zu rüsten. So sollte jeder Haushalt so vorbereitet sein, dass er sich drei Tage lang selbstständig versorgen kann. Empfohlen werden unter anderem Lichtquellen, die von Strom unabhängig sind, ein Vorrat von 1,5 Litern Wasser pro Tag und Person sowie Lebensmittel für 72 Stunden.
Bei der Frage, ob ein flächendeckender Stromausfall wahrscheinlich ist, ergibt sich ein gemischtes Bild: Jeweils knapp ein Drittel bejaht und verneint das, der Rest wählt als Antwort »teils-teils«. Als größte Bedrohungen für die Stromversorgung nannten die Befragten mit weitem Abstand Terrorangriffe und Sabotageakte sowie Cyberangriffe. Zugleich gilt die Stromversorgung in Deutschland aber als sicher. Knapp zwei Drittel der Befragten sehen das so.


