Betty Bossi Studie: Schwarzwäldertorte ist der beliebteste Geburtstagskuchen der Schweiz

blick.ch: Die Schwarzwäldertorte ist der beliebteste Geburtstagskuchen der Schweiz. Doch bei den Jungen liegt der Schoggikuchen vorn. Eine Umfrage zeigt, welche Kuchen die Generationen bevorzugen, wie treu wir unseren Lieblingstorten sind und wer sie eigentlich backt.

Was gehört für dich zu einem richtigen Geburtstag? Für viele Schweizerinnen und Schweizer offenbar eine Torte. Und wenn sie sich für eine entscheiden müssen, fällt die Wahl am häufigsten auf einen Klassiker: Die Schwarzwäldertorte. Sie ist mit 20 Prozent tatsächlich der beliebteste Geburtstagskuchen der Schweiz.

Auf Platz zwei folgt der Schoggikuchen mit 14 Prozent. Dahinter wird es weniger eindeutig. 19 Prozent haben gar keinen bestimmten Favoriten. Für sie gilt beim Geburtstagskuchen offenbar vor allem: Hauptsache, er schmeckt. Das zeigt eine im Juni 2026 durchgeführte Umfrage von Betty Bossi in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut INNOFACT. Befragt wurden 2000 Männer und Frauen zwischen 16 und 79 Jahren aus der Deutsch-, West- und italienischen Schweiz.

Die Schwarzwäldertorte liegt damit zwar klar vorne, ein Selbstläufer ist sie aber nicht. Die Umfrage zeigt: Gerade bei den jüngeren Generationen hat der Schoggikuchen die Nase vorn.

Junge Schweizer lieben Schoggikuchen

Bei den 16- bis 25-Jährigen ist der Schoggikuchen mit 26 Prozent sogar der beliebteste Geburtstagskuchen. Bei den über 65-Jährigen sieht das völlig anders aus: Nur 4 Prozent nennen ihn als ihren Favoriten.

Der Generationenunterschied zeigt sich auch daran, ob überhaupt eine Torte auf dem Tisch steht. 42 Prozent der über 65-Jährigen hatten beim letzten Geburtstag keinen Kuchen. Bei den Jüngeren waren es lediglich 15 Prozent.

Das bedeutet allerdings nicht, dass ältere Menschen grundsätzlich keinen Kuchen mögen. Nur 5 Prozent der gesamten Befragten sagen, dass sie generell keinen Kuchen essen. Der Geburtstagskuchen scheint mit zunehmendem Alter einfach weniger selbstverständlich zum Fest zu gehören.

Jedes Jahr eine andere Torte

Auch bei der Frage, ob es immer derselbe Kuchen sein muss, zeigen sich unterschiedliche Gewohnheiten. Eine Mehrheit bleibt nicht dauerhaft bei ihrem Favoriten: 53 Prozent bekommen jedes Jahr eine andere Torte.

Nur 21 Prozent bleiben ihrem Lieblingskuchen treu. Besonders ausgeprägt ist die Kuchentradition bei den unter 25-Jährigen. Ganze 37 Prozent von ihnen essen an ihrem Geburtstag jedes Jahr denselben Kuchen.

Mit zunehmendem Alter scheint die Lust auf Abwechslung dann grösser zu werden. Oder vielleicht wird der Geburtstag irgendwann einfach weniger stark mit einer ganz bestimmten Torte verbunden?

Wer backt eigentlich den Geburtstagskuchen?

Interessant wird es, wenn man nicht nur fragt, welcher Kuchen auf dem Tisch steht, sondern auch, wer ihn zubereitet. Hier zeigt die Umfrage eine deutliche Rollenverteilung:

Bei 27 Prozent der Männer übernimmt die Partnerin das Backen des Geburtstagskuchens. Umgekehrt können sich nur 5 Prozent der Frauen über einen selbst gebackenen Kuchen ihres Partners freuen. Frauen bekommen ihren Kuchen dagegen häufiger von Freunden oder aus dem eigenen Umfeld: Bei 25 Prozent backt der Freundeskreis. 19 Prozent der Frauen backen ihren Geburtstagskuchen selbst.

Auch das Alter spielt eine Rolle. Bei rund 45 Prozent der 16- bis 25-Jährigen kommt der Kuchen von Freunden oder der Familie. Bei den 36- bis 45-Jährigen sind es nur noch 18 Prozent. Heisst: Je älter man wird, desto häufiger landet die Aufgabe des Backens offenbar beim Geburtstagskind selbst. Vor allem, wenn die Person weiblich ist.

Beim Kindergeburtstag wird häufiger selbst gebacken

Noch deutlicher wird der Unterschied beim Kindergeburtstag. Auf den Kuchen verzichten dort nur die wenigsten Eltern: Gerade nur einmal 2 Prozent sagen, dass es beim Geburtstag ihres Kindes keinen Kuchen gibt. 65 Prozent der Eltern backen die Geburtstagstorte dann auch gleich selbst. Ein Drittel kauft sie dagegen. Auch hier zeigt sich eine deutliche Rollenverteilung zwischen Müttern und Vätern: 65 Prozent der Mütter backen den Kindergeburtstagskuchen eigenhändig, bei den Vätern sind es nur 19 Prozent.

Regional gibt es ebenfalls grosse Unterschiede. In der Zentralschweiz backen 76 Prozent der Eltern die Torte selbst. Im Tessin wird dann weniger gebacken, hier sind es nur 33 Prozent der Eltern, die selber backen. Der Rest kauft die Torte oder den Kuchen lieber beim Bäcker oder im Supermarkt.

Für viele gehört Kuchen einfach dazu

Der Kuchen ist mehr als nur ein Dessert. Er gehört für viele offenbar fest zum Ritual Geburtstag. Gleichzeitig zeigt die Umfrage, dass sich die Vorstellungen mit dem Alter verändern: Junge Menschen hängen häufiger an ihrem festen Geburtstagskuchen, während bei älteren Menschen die Torte öfter ganz wegfällt.

Und trotzdem bleibt ein Klassiker unangefochten: Die Schwarzwäldertorte führt die Rangliste der beliebtesten Geburtstagskuchen mit 20 Prozent an.

Ob Schoggi, Schwarzwälder oder jedes Jahr etwas anderes: Beim Geburtstagskuchen scheint letztlich vor allem eines zu zählen: Dass er dem Geburtstagskind schmeckt.

So wurde die Umfrage durchgeführt

Betty Bossi hat die Umfrage im Juni 2026 gemeinsam mit INNOFACT durchgeführt. Befragt wurden 2000 Männer und Frauen zwischen 16 und 79 Jahren aus der Deutsch-, West- und italienischen Schweiz, die das Internet nutzen. Die Stichprobe wurde nach Kantonen stratifiziert und auf 24 Wirtschaftsregionen verteilt. Die Altersverteilung orientierte sich an der Schweizer Bevölkerungsstruktur. Insgesamt umfasste die Umfrage 33 Fragen in sechs Themenblöcken.Falls es dich nun gluschtet, eine solche Torte selber zuzubereiten, hier gehts zum leckeren Rezept von Betty Bossi.

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Limited Editions sind mehr als ein Gag

pressebox.de: Kurz verfügbar, heiß begehrt: Limited Editions haben sich im Lebensmittelregal zu einem spannenden Sortimentsimpuls entwickelt. Laut einer aktuellen Studie von INNOFACT hat bereits mehr als jeder zweite Konsument bei den exklusiven Sonderprodukten zugegriffen.

In der dynamischen Konsumgüterbranche haben sich Limited Editions als festes Instrument etabliert, um Aufmerksamkeit zu erregen und kurzfristige Umsatzimpulse zu setzen. Limited Editions sind im Grunde die Sonderauftritte eines Produkts: zeitlich oder in der Menge begrenzte Varianten innerhalb derselben Marke und Produktkategorie, die sich sichtbar von der Standardversion abheben. Im Lebensmitteleinzelhandel sind das meist nur für kurze Zeit oder in begrenzter Stückzahl erhältliche Lebensmittel – etwa spezielle Sorten, saisonale Geschmacksrichtungen oder aufmerksamkeitsstarke Sonderverpackungen –, die gezielt mit Exklusivität und Neuigkeitswert spielen.

Eine aktuelle Studie der INNOFACT AG unterstreicht nun die Relevanz dieses Instruments: Mehr als jeder zweite Konsument (55,4 %) hat bereits mindestens einmal eine Limited Edition im Lebensmittelbereich erworben. Insgesamt 22 Prozent sehen einen Einfluss auf ihr Kaufverhalten und fast ein Drittel empfindet den Einkauf dadurch als spannender. Dabei sind sogar knapp 40 Prozent der Befragten bereit, mehr für Limited Editions zu zahlen.

Frauen als treibende Kraft der Neugier

Der Blick auf die Geschlechterverteilung offenbart dabei deutliche Unterschiede in der Akzeptanz und im Kaufverhalten. Frauen zeigen sich gegenüber Limited Editions deutlich aufgeschlossener als Männer. Während knapp die Hälfte der Männer (49,7 %) angibt, schon einmal eine Limited Edition gekauft zu haben, liegt dieser Anteil bei den Frauen mit 61 Prozent signifikant höher.

Auch in der grundsätzlichen Wahrnehmung haben die weiblichen Konsumenten die Nase vorn: Rund 36 Prozent von ihnen bewerten Limited Editions als (sehr) positiv, verglichen mit knapp 31 Prozent bei den Männern. Der stärkste Kaufmotivator über alle Gruppen hinweg ist die Neugier auf neue Sorten oder Geschmacksrichtungen (64,6 %). Hier zeigen Frauen mit rund 74 Prozent ein wesentlich stärkeres Interesse als Männer (55 %).

Die junge Zielgruppe: Zwischen Erlebniskauf und FOMO

Besonders attraktiv sind Limited Editions für die junge Zielgruppe der 18- bis 34-Jährigen. In dieser Alterskohorte haben bereits zwei Drittel (66,4 %) eine Limited Edition gekauft. Mit zunehmendem Alter sinkt die Kaufbereitschaft tendenziell: Bei den 35- bis 54-Jährigen sind es rund 61 Prozent, während sie bei den 55- bis 69-Jährigen auf 40 Prozent fällt.

Für die jungen Konsumenten spielt der psychologische Faktor dabei eine entscheidende Rolle. Denn sie stimmen der Aussage, dass Limited Editions den Einkauf spannender machen, deutlich häufiger zu (40,2 % vs. 31,7 % im Gesamtdurchschnitt Top-2-Box). Zudem ist die sogenannte „Fear of Missing Out“ (FOMO), also die Angst, etwas zu verpassen, in dieser Gruppe am stärksten ausgeprägt. Dieser Wert liegt bei den 18- bis 34-Jährigen bei fast 21 Prozent und sinkt bei den 55- bis 69-Jährigen deutlich auf einen Wert von rund sieben Prozent. Das deutet darauf hin, dass dieses Tool ein Weg sein könnte, junge Zielgruppen an die eigenen Produkte heranzuführen. Christian Thunig, Managing Partner vom durchführenden Institut INNOFACT betont: „Gerade wenn es um die Verjüngung der Marke geht, können Limited Editions ein spannender Hebel sein.

Erfolgsfaktoren und Risiken für den Handel

Was muss nun eine Limited Edition bieten, um am Regal zu überzeugen? Der Limited Editions-Check offenbart: Neben der Neugier (64,6 %) motivieren Mehrwerte wie „Exklusivität und Einzigartigkeit“ (31,1 %), eine auffällige Verpackung (25,2 %) sowie die Marke (22,1%) zum Kauf.

Allerdings sollten Hersteller und Händler auch die Schattenseiten beachten. Die künstliche Verknappung ist gleichzeitig ein wesentlicher Kritikpunkt, nämlich die mangelnde Verfügbarkeit: Rund 53 Prozent der Befragten geben an, dass es sie frustriert, wenn ein Produkt, das sie mögen, nicht dauerhaft verfügbar ist. Dieser Wert verdeutlicht, dass der künstliche Verknappungshebel zwar den Absatz kurzfristig steigern kann, aber bei den treuen Fans der Sorte auch zu Unmut führen kann. Denn immerhin halten es über 90 Prozent derer, die bereits mal eine Limited Edition gekauft haben, für wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich, dass sie bei Gefallen noch einmal zugreifen würden.

Und welche Arten von Limited Editions sind besonders erfolgversprechend? „Mehr Inhalt oder Bonusmengen“ sprechen rund 64 Prozent der Konsumenten an, gefolgt von saisonalen Produkten wie Sommer- oder Wintereditionen (54,4 % Top2) oder neuen Geschmacksrichtungen (52,7 % Top2).

Was eher schwach ausgeprägt ist: Influencer- oder Promi-Editionen. Sie rangieren ganz am Ende. Das ist überraschend, beherrschen diese Damen und Herren doch häufig die Diskussion.

Fazit für die Praxis

Limited Editions fungieren zweifellos als Hebel für mehr Absatz. Zum einen um generell den Markenauftritt aufzupolieren oder sichtbarer zu werden bei Stamm- wie auch Neukunden. Zum anderen können Limited Editions Marken interessant, spannend und frisch halten, insbesondere wenn sie auf die Neugier und das Bedürfnis nach Abwechslung einzahlen. Die Studie zeigt zudem, dass ein Teil der Konsumenten durchaus bereit ist, für diese Besonderheit dabei tiefer in die Tasche zu greifen. „Um das volle Potenzial auszuschöpfen, sollten Kampagnen besonders die weibliche Zielgruppe und junge Trendsetter adressieren, ohne dabei die Frustration über die zeitliche Begrenzung aus den Augen zu verlieren“, fasst Thunig die Ergebnisse zusammen.

Zur Studie:

INNOFACT untersuchte im Juni 2026 detailliert das Konsumentenverhalten bei Lebensmitteln in Deutschland. Auf Basis einer repräsentativen Stichprobe von 1.022 Personen beleuchten die erhobenen Daten neben dem Befragungsteil zu Limited Editions primär die Einkaufshäufigkeit, bevorzugte Einkaufsorte wie Supermärkte oder Discounter sowie die individuelle Budgetverteilung für verschiedene Lebensbereiche.

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Süddeutsche Zeitung Studie: Ranking der Unternehmensberatungen | Klasse statt Masse

sueddeutsche.de: Bei dem Begriff „Unternehmensberatung“ denken viele zuerst an die großen internationalen Namen, Häuser mit vierstelligen Beraterzahlen und Büros auf allen Kontinenten. Doch der deutsche Beratungsmarkt ist weit vielfältiger. Ein erheblicher Teil der Wertschöpfung entsteht in Unternehmen, die selten im Rampenlicht stehen: mittelständische Beratungen, die sich auf ein Fachgebiet konzentrieren, statt Generalisten zu sein. Oft erreichen sie darin mehr Tiefe als die internationale Konkurrenz.

Dass spezialisierte Häuser derzeit besonders gefragt sind, hat einen sachlichen Grund: Es entstehen immer mehr Projekte, die durch Transformations- und Effizienzdruck bedingt sind. Diese reichen von künstlicher Intelligenz über volatile Lieferketten bis zu Nachhaltigkeitsanforderungen. Wer vor neuen, klar definierten Aufgaben steht, sucht dafür oft nicht den bekanntesten, sondern den am besten passenden Partner.

Betrachtet man eine typische Unternehmensberatung dieser Art, so findet man in der Regel ein knappes Dutzend Beraterinnen und Berater, ein klar umrissenes Themenfeld und Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer, die zuvor jahrelang in der Industrie und bei den großen Strategieberatungen gearbeitet haben, bevor sie ihr eigenes Unternehmen aufbauten. Diese Kombination ist das Erfolgsrezept vieler mittelständischer Unternehmen der Branche: Sie bündeln erfahrene Köpfe in schlanken Teams, in denen erfahrene Berater selbst am Projekt sitzen, statt nur zu delegieren. Sie verfügen über ein tiefgehendes Verständnis der Mechanismen ihres Fachgebiets, sei es Einkauf, Gesundheitswesen, Sanierung oder agile Transformation, das breit aufgestellte Unternehmen nur selten aufbauen können. Sie behalten auch die Umsetzung im Blick. Nicht die Präsentation ist das Ziel, sondern die Veränderung, die im Betrieb ankommt.

Der Bundesverband Deutscher Unternehmensberatungen (BDU) belegt, dass die deutsche Beratungsbranche 2025 einen Gesamtumsatz von 49 Milliarden Euro erreichte – Tendenz für 2026 steigend.* Die Nachfrage erweist sich als robust: Der quartalsweise erhobene Geschäftsklimaindex des BDU stieg zu Jahresbeginn leicht auf 89,2 Punkte und entkoppelte sich damit erstmals seit dem dritten Quartal 2020 positiv vom ifo-Geschäftsklimaindex.**

Welche mittelständischen Beratungen genießen bei denen, die tatsächlich über Mandate entscheiden, das höchste Ansehen? Um darauf eine belastbare Antwort zu geben, hat das SZ Institut das Marktforschungsinstitut INNOFACT mit einer ausführlichen Studie beauftragt.

Einblick in die Methodik

Die Grundlage des Rankings „Beste mittelständische Berater 2026“ ist eine Online-Befragung im Zeitraum vom 6. bis 16. Juli 2026. Befragt wurden 1.188 berufstätige Personen aus dem mittleren Management oder höher – B2B-Entscheiderinnen und -Entscheider, die über den Einsatz von Unternehmensberatungen (mit-)entscheiden oder bereits in Beratungsprojekte eingebunden waren.

Als mittelständisch galten Unternehmensberatungen mit einem eigenen Jahresumsatz von 1 bis 100 Millionen Euro, deren Umsatzinformationen transparent zugänglich waren. Berücksichtigt wurden dabei Häuser mit strategischer Ausrichtung – von Corporate Strategy, Corporate Finance und Nachfolge- bis zur Sanierungsberatung sowie mit Schwerpunkt in der Organisations- und Prozessberatung, etwa Projektmanagement, Supply Chain Management oder Post-Merger-Integration. In die Untersuchung gingen 86 Häuser ein.

Jede befragte Person bekam zunächst randomisiert 50 Beratungen zur Bekanntheitsmessung vorgelegt und bewertete anschließend bis zu zehn ihr bekannte Häuser anhand von sechs Kernkriterien: Kompetenz, Kundenorientierung, Methodische Vielfalt, Umsetzungsorientierung, Vertraulichkeit und Kommunikationskompetenz. Zu jedem Kriterium wurde eine konkrete Aussage vorgelegt, der die Befragten auf einer abgestuften Zustimmungsskala mehr oder weniger zustimmen konnten. In die Auswertung floss dabei der sogenannte Top-2-Wert ein: der Anteil jener Antworten, die einem Statement ausdrücklich zustimmten – also „trifft voll und ganz zu“ oder „trifft eher zu“. Dieser Wert gibt an, wie groß der Anteil der Befragten ist, die einer Beratung ein Kriterium klar attestieren, und bildet damit die Basis der weiteren Berechnung.

Entscheidend ist, dass die sechs Kriterien nicht gleich schwer wogen. Die Befragten legten zunächst selbst fest, wie wichtig ihnen jedes Kriterium ist, indem sie 100 Prozentpunkte darauf verteilten. Das Ergebnis: Am stärksten zählt die fachliche Kompetenz der Berater (21,96 Prozent), gefolgt von Vertraulichkeit(18,31 Prozent) und Kundenorientierung (17,61 Prozent). Umsetzungsorientierung (15,23 Prozent), Kommunikationskompetenz (14,50 Prozent) und Methodische Vielfalt (12,39 Prozent) fielen weniger stark ins Gewicht.

Nach diesen Gewichten wurden die Einzelbewertungen verrechnet und zusätzlich mit einem Bekanntheitsfaktor multipliziert. So entstand für jedes Haus ein Gesamtindexwert, der die Rangfolge bestimmt. Beratungen mit einem Indexwert von mindestens 100 wurden im Ranking ausgezeichnet.

Ergebnis

Das Ergebnis zeichnet ein Feld, in dem Qualität die Regel und nicht die Ausnahme ist. „Auch in diesem Jahr ist die Zufriedenheit mit den meisten der mittelständischen Unternehmensberatungen sehr hoch: Von 86 getesteten Unternehmensberatungen erzielen 40 einen überdurchschnittlichen Index-Score“, sagt Martin Smets, Unit Director bei INNOFACT. Fast die Hälfte der untersuchten Häuser liegt also über dem Durchschnitt – ein Befund, der die Leistungsdichte des Segments unterstreicht. An der Spitze setzen sich einige Beratungen dennoch deutlich ab.

Platz eins geht in diesem Jahr an die Volkswagen Group Consulting GmbH. Die interne Topmanagement-Beratung des Volkswagen-Konzerns hat ihren Sitz in Wolfsburg und ist unter anderem in München präsent. Ihr thematischer Schwerpunkt liegt auf den großen strategischen Fragen der Automobilindustrie, von Elektrifizierung über autonomes Fahren bis zur Digitalisierung der Fertigung.

Rang zwei belegt der Vorjahres-Spitzenreiter Lufthansa Consulting GmbH. Das 1988 gegründete Haus mit Sitz in Frankfurt am Main ist eine unabhängige Tochter der Lufthansa Group und auf Managementberatung in der Luftfahrt spezialisiert. Fluggesellschaften, Flughäfen und Infrastrukturbetreiber zählen zu ihren Kunden.

Den dritten Platz sicherte sich die Kienbaum Consultants GmbH. Die Firma wurde 1945 von Gerhard Kienbaum in Gummersbach gegründet und gilt als eines der ersten Beratungshäuser Deutschlands. Bis heute verbindet das Unternehmen mit Wurzeln im Oberbergischen die klassische Managementberatung mit einer starken Kompetenz in Personal- und Führungsthemen.

Den vierten Rang konnte Consult-HR erringen. Das Unternehmen mit Sitz im niedersächsischen Brietlingen hat sich auf die Digitalisierung von HR-Prozessen und die herstellerunabhängige Auswahl und Einführung passender HR-Software spezialisiert. Für das Haus ist es ein bemerkenswerter Sprung nach vorn: Im Vorjahr hatte es noch im unteren Drittel der bewerteten Beratungen rangiert. Komplettiert werden die Top 5 von der Stahl Automotive Consulting GmbH & Co. KG. Die 2013 von Dr. Martin Stahl gegründete Unternehmensberatung hat ihren Sitz in Grünwald bei München und begleitet die Transformation der Automobil- und Mobilitätsindustrie. Auch sie zählt zu den auffälligsten Aufsteigern des Rankings, nachdem sie ein Jahr zuvor noch im hinteren Drittel des Feldes gelegen hatte.

Auf Rang sechs folgt die Randstad RiseSmart GmbH. Mit Zentrale in Düsseldorf ist das Unternehmen als Teil der Randstad-Gruppe auf Karriereberatung, Outplacement und berufliche Neuorientierung spezialisiert und verbindet persönliches Coaching mit datengestützten Verfahren des Job-Matchings.

Der siebte Platz geht an die WMC Healthcare GmbH mit Sitz in München, spezialisiert auf das Krankenhaus- und Gesundheitswesen. Nur einen Punkt dahinter findet sich die acondas GmbH (Teil der Ramboll Gruppe) aus Düsseldorf, ein Experte für Strategieumsetzung, Projekt- und Change-Management, Post-Merger-Integration und Transformation.

Auf dem neunten Platz liegt die Kölner Inverto GmbH, die auf strategischen Einkauf und Supply Chain Management spezialisiert ist und in diesem Feld zu den führenden Adressen in Europa zählt. Die Top Ten komplett macht die Ritzenhoefer GmbH. Die Düsseldorfer Topmanagement-Beratung, die unter der Marke ritzenhoefer & company auftritt, verbindet Strategie, Innovation und digitale Transformation und adressiert Themen von IT-Strategie über KI-Projekte bis zu ESG und Nachhaltigkeit.

Die sechs Kernkriterien im Einzelnen

Neben der Gesamtwertung zeigt die Analyse, welche Häuser in den einzelnen Kernkriterien am besten abschneiden. Bemerkenswert ist, dass kein einziges Haus in allen sechs Disziplinen an erster Stelle steht. Das zeigt: Mittelständische Beratungshäuser arbeiten spezialisiert.

In der Kategorie Kompetenz, die die fachliche Expertise und Branchenerfahrung der Berater misst, liegt die Stahl Automotive Consulting GmbH & Co. KG vorne, dicht gefolgt von der DMC Datenverarbeitungs- und Management Consulting GmbH und der Volkswagen Group Consulting GmbH. Auf den Rängen vier und fünf folgen die TMG Consultants GmbH und die KONZEPT & MARKT GMBH.

Die Agileus Consulting GmbH & Co. KG führt die Kategorie Kundenorientierung an, vor der NEOMATIC AG und der Stahl Automotive Consulting auf den Rängen zwei und drei. Die Plätze vier und fünf belegen Lufthansa Consulting und Volkswagen Group Consulting. Die 2018 gegründete NEOMATIC AG aus Köln berät zu Customer Experience und Sales Performance Management auf Basis von SAP- und Salesforce-Technologien.

Der Bereich Methodische Vielfalt wird von der acondas GmbH (Teil der Ramboll Gruppe) angeführt, gefolgt von der Prof. Roll & Pastuch Management Consultants GmbH und der ZMM Zeitmanager München GmbH. Die Plätze vier und fünf gehen an die NEOMATIC AG und die Ritzenhoefer GmbH. Prof. Roll & Pastuch, 2009 gegründet und mit Stammsitz in Osnabrück, ist auf Pricing, Vertrieb und Strategie spezialisiert und arbeitet eng mit der Hochschule Osnabrück zusammen.

In der Kategorie Umsetzungsorientierung konnte sich Agileus Consulting den Spitzenplatz sichern, gefolgt von TMG Consultants und der Haselhorst Associates GmbH (Teil der H&Z Gruppe). Die Ränge vier und fünf belegen Inverto und die Volkswagen Group Consulting. Die 2003 von Dr. Arno Haselhorst gegründete Haselhorst Associates GmbH mit Sitz in Starnberg ist auf Restrukturierung, Strategieberatung und Digitalisierung spezialisiert und übernimmt dabei auch operative Verantwortung bis hin zu Mandaten der Geschäftsführung.

In puncto Vertraulichkeit führt die Nortal AG, ein ursprünglich in Tartu (Estland) gegründetes Digital- und Technologieberatungshaus, das heute international tätig ist und in Deutschland unter anderem für den öffentlichen Sektor und das Gesundheitswesen arbeitet, das Feld an. Platz zwei ging an Lufthansa Consulting, während sich Volkswagen Group Consulting die Bronzemedaille sichern konnte. Die DMC Datenverarbeitungs- und Management Consulting GmbH und Consult-HR landeten auf den Rängen vier und fünf.

In der Kategorie Kommunikationskompetenz errang die Sustain Consult Beratungsgesellschaft für nachhaltige Wirtschaftsentwicklung mbH den Spitzenplatz vor der Prof. Roll & Pastuch Management Consultants GmbH und der Ritzenhoefer GmbH. Die Plätze vier und fünf belegen die DMC Datenverarbeitungs- und Management Consulting GmbH und die Consult-HR. Die in Dortmund ansässige Sustain Consult begleitet Unternehmen und Arbeitnehmervertretungen bei Transformationsprozessen und Fragen nachhaltiger Wirtschaftsentwicklung.

Über Innofact

Die Befragungsteilnehmer wurden aus den durch INNOFACT gegründeten Consumer- und B2B-Panels in Deutschland rekrutiert. INNOFACT initiiert als First Mover bereits seit 1998 die leistungsfähigsten Marktforschungs-Onlinepanels im deutschsprachigen Raum. Insgesamt stehen hier inzwischen über 500.000 Personen für Marktforschungsstudien zur Verfügung. Die Panels sind ISO zertifiziert und werden regelmäßig in unabhängigen Studien von Kunden (Institutsmarktforscher und betriebliche Marktforscher) als bestes deutsches Marktforschungspanel bewertet, zuletzt von „marktforschung.de“.

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Verivox Studie: Glasfaseranschlüsse bleiben ungenutzt, weil Kunden zu zufrieden sind

winfuture.de: Verivox hat Zahlen zum Glasfasermarkt veröffentlicht, die einiges offenlassen: Die Infrastruktur expandiert zwar, doch Nutzer lassen sie links liegen. Mehr als jeder fünfte Haushalt hat Glasfaser im Gebäude, verzichtet aber auf Aktivierung.

Bundesziele für Gigabit-Netze

Der Bund treibt den Glasfaserausbau voran und sieht darin die Grundlage für Deutschlands digitale Zukunft. Verivox hatte daher eine Umfrage gestartet, wie es denn mit der Glasfaser bundesweit aussieht. Allgemein kann man sagen, dass Glasfaser in Deutschland boomt, doch ein Fünftel der Anschlüsse bleibt ungenutzt. Der Verivox-Glasfaser-Monitor 2026 deckt Potenziale und Hürden auf.

Trend ist positiv, Zögern hält an

24 Prozent der Deutschen surfen bereits per Glasfaser, vier Prozentpunkte mehr als 2024. Dennoch lassen 22 Prozent der DSL- und Kabelkunden vorhandene Hausanschlüsse brachliegen, das waren 2024 noch deutlich mehr (ein Rückgang von 32 Prozent).

„Die Lücke zwischen verfügbaren und aktivierten Anschlüssen sinkt, ist aber beträchtlich“, warnt Jörg Schamberg von Verivox. 48 Prozent der DSL- und Kabelnutzer wollen auf jeden Fall zu Glasfaser wechseln, 32 Prozent sind aktuell noch unschlüssig. Ablehner bleiben aus Zufriedenheit mit ihrem aktuellen Anschluss (76 Prozent) oder aus Angst vor dem Aufwand beim Wechsel (25 Prozent).

31 Prozent warten aber zunächst noch auf den lokalen Ausbau. 50 Prozent wechseln wegen „guter Gelegenheit“: 33 Prozent nutzen Straßenbau, das zeigt sich besonders im ländlichen Raum.

Wer wartet länger?

Technikvorteile wie Speed und Stabilität folgen, je 15 Prozent wechseln zur Glasfaser wegen Bedarf oder Unzufriedenheit. Weniger zählen Wertsteigerung oder Service. 29 Prozent der Landkunden warteten über ein Jahr, in Städten sind es 19 Prozent, wobei das im Vorjahr nur acht Prozent waren. Schamberg fordert zügigen Ausbau bis ins Haus, mit Wettbewerb auf Infrastruktur.

Unsere Daten zeigen, dass die Lücke zwischen verfügbaren und aktivierten Anschlüssen sinkt, aber immer noch beträchtlich ist. Hier schlummert viel ungenutztes Potenzial. Immerhin dreht das jüngste Regulierungskonzept zur Kupfer-Glas-Migration an wichtigen Stellschrauben wie einer Verpflichtung der Anbieter zur Öffnung ihres Netzes. Wir halten es für sinnvoll, dafür verbindliche Standards festzuschreiben. Wenn der zeit- und kostenintensive Verhandlungsaufwand zwischen den Anbietern nicht reduziert wird, bleibt die Komplettversorgung Deutschlands mit Glasfaser weiter eine Hängepartie.
Jörg Schamberg, Verivox

Basis der Studie

Die Basis der Verivox-Umfrage ist die repräsentative Umfrage von INNOFACT AG (Januar 2026, 2030 Personen, 18-79 Jahre).

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Comparis Studie: Finanzielle Schere wird grösser

wil24.de: Die finanzielle Lage der Schweizer Bevölkerung bleibt 2026 insgesamt stabil. Haushalte mit tiefem Einkommen stehen jedoch deutlich stärker unter Druck – insbesondere wegen der Krankenkassenprämien.

Rund ein Viertel der Erwachsenen beurteilt die eigene finanzielle Situation schlechter als im Vorjahr. Bei Haushalten mit einem Bruttoeinkommen von bis zu 4’000 Franken sind es 41 Prozent. Bei Einkommen von mehr als 8’000 Franken liegt der Anteil bei 18 Prozent. Das zeigt eine repräsentative Befragung von 1’040 Personen, die das Marktforschungsinstitut INNOFACT im Auftrag von Comparis durchgeführt hat.

Auch bei der Kaufkraft zeigen sich Unterschiede. Sechs von zehn Personen mit tiefem Einkommen können sich weniger leisten als noch 2025. Gleichzeitig gab rund ein Drittel der Befragten mit tiefem Einkommen an, selten oder nie genügend Geld zum Sparen zur Verfügung zu haben. Bei den Haushalten mit mehr als 8’000 Franken Einkommen sparen dagegen zwei Drittel.

Krankenkassenprämien belasten

Besonders stark schlagen die Krankenkassenprämien zu Buche. 58 Prozent der Personen, die ihre finanzielle Lage als schlechter einschätzen, nennen steigende Prämien als einen Grund dafür. Bei den Haushalten mit tiefem Einkommen hat nur etwas mehr als ein Drittel die Prämienzahlung fest im Budget eingeplant.

Mehr als ein Viertel dieser Haushalte hat wiederholt Schwierigkeiten, das Geld für die Prämien aufzubringen. Dabei erhalten in der Einkommensklasse unter 4’000 Franken fast zwei Drittel eine individuelle Prämienverbilligung.

«Die Prämienverbilligung erreicht viele Haushalte mit tiefem Einkommen – aber noch nicht alle. Diese Lücke muss geschlossen werden», sagt Comparis-Finanzexperte Michael Kuhn. Als mögliche Massnahmen nennt er eine automatische Auszahlung einer genügend hohen Prämienverbilligung für berechtigte Personen sowie einen einfacheren Zugang zu Finanzinformationen und Vergleichsmöglichkeiten.

Junge blicken optimistisch voraus

Für die kommenden Jahre zeigt sich ein differenzierteres Bild. Mehr als sieben von zehn 18- bis 35-Jährigen erwarten, in fünf Jahren finanziell besser dazustehen als heute. Insgesamt rechnen 34 Prozent mit einer ähnlichen Situation wie heute.

Bei den tiefen Einkommen erwarten dagegen fast 40 Prozent eine Verschlechterung ihrer finanziellen Lage. Bei den hohen Einkommen sind es 15 Prozent.

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