DKV-Studie zur E-Mobilität in Europa: E-Flotten im Aufwind, Kosten als Bremse

connect-professional.de: Eine aktuelle Studie von DKV Mobility zeigt, dass viele Unternehmen in Europa den Ausbau ihrer Elektroflotten planen. Gleichzeitig würden steigende Kosten, hohe Energiepreise und Defizite bei der Ladeinfrastruktur die Umsetzung erschweren und die Transformation verlangsamen.

Die Elektrifizierung von Unternehmensflotten in Europa nehme laut Herstellerangaben weiter Fahrt auf. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen plane, innerhalb der kommenden zwei Jahre den Anteil vollelektrischer Fahrzeuge zu erhöhen. Für die Studie führte das Marktforschungsinstitut INNOFACT AG im November 2025 insgesamt 1.732 standardisierte Online-Interviews mit Fuhrparkverantwortlichen in acht europäischen Ländern durch.

Gleichzeitig bleibe der Transformationsprozess komplex. Unternehmen stünden vor der Herausforderung, wirtschaftliche, regulatorische und infrastrukturelle Anforderungen miteinander zu vereinen. Die Elektrifizierung werde daher als strategische Aufgabe im Flottenmanagement betrachtet.

Klassische Antriebe weiterhin dominierend

Trotz zunehmender Investitionen in Elektromobilität dominierten konventionelle Antriebe weiterhin die Unternehmensflotten. Diesel- und Benzinfahrzeuge stellten nach wie vor den Großteil der Flotten dar. Elektrifizierte Antriebe – insbesondere batterieelektrische Fahrzeuge und Plug-in-Hybride – würden jedoch zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Im europäischen Vergleich zeigten sich deutliche Unterschiede: Länder wie die Niederlande verfügten laut Studie bereits über einen überdurchschnittlich hohen Anteil vollelektrischer Fahrzeuge. In Mittel- und Osteuropa hingegen würden weiterhin verstärkt klassische Antriebe sowie hybride Übergangslösungen eingesetzt.

Deutschland im Mittelfeld mit Infrastruktur-Fokus

Deutschland positioniere sich im europäischen Vergleich im Mittelfeld, weise jedoch einen leicht erhöhten Anteil an vollelektrischen Fahrzeugen auf. Auffällig sei laut Unternehmen insbesondere die vergleichsweise starke Verbreitung unternehmenseigener Ladeinfrastruktur.

Viele Organisationen investierten gezielt in Wallboxen und Ladelösungen am eigenen Standort, um die Betriebssicherheit elektrischer Flotten zu erhöhen. Die öffentliche Schnellladeinfrastruktur werde hingegen weiterhin als ausbaufähig bewertet.

Kosten und Energiepreise als zentrale Bremsfaktoren

Als wesentliche Herausforderung der Elektrifizierung würden vor allem wirtschaftliche Aspekte genannt. Unternehmen sähen sich mit steigenden Anschaffungskosten für Elektrofahrzeuge sowie erhöhten Energiepreisen konfrontiert.

Zusätzlich würden begrenzte Reichweiten und eine unzureichende öffentliche Ladeinfrastruktur die Planungssicherheit beeinträchtigen. Diese Faktoren könnten laut Einschätzung der Befragten das Tempo der Transformation erheblich beeinflussen.

Investitionen in eigene Ladeinfrastruktur

Ein zentraler Trend sei der Ausbau unternehmenseigener Ladeinfrastruktur. Bereits heute verfügten rund 90 Prozent der Unternehmen mit Elektrofahrzeugen über entsprechende Lademöglichkeiten am eigenen Standort.

Eine deutliche Mehrheit plane zudem, diese Infrastruktur in den kommenden zwei Jahren weiter auszubauen. Ziel sei es, die Integration elektrischer Fahrzeuge in bestehende Betriebsprozesse zu erleichtern und die Abhängigkeit von externer Infrastruktur zu reduzieren.

Strategische Bedeutung für das Fuhrparkmanagement

Die Studie verdeutliche, dass drei Faktoren das Fuhrparkmanagement maßgeblich prägen:

  1. steigender Kostendruck,
  2. wachsende Nachhaltigkeitsanforderungen
  3. und die zunehmende Elektrifizierung.

Insbesondere größere Unternehmen und Akteure im Transportsektor seien von diesen Entwicklungen betroffen. Gleichzeitig würden viele Organisationen ihre Flottenstrategie langfristig anpassen und den Anteil elektrifizierter Fahrzeuge kontinuierlich erhöhen.

Perspektiven der Flottentransformation

Rund 56 Prozent der befragten Unternehmen beabsichtigten laut Anbieter, ihre Flotten verstärkt auf vollelektrische Fahrzeuge umzustellen. Ein Rückgang werde nur von einem kleinen Teil erwartet. Plug-in-Hybride blieben dabei eine relevante Übergangstechnologie, während klassische Verbrenner perspektivisch an Bedeutung verlieren dürften.

Entscheidend für den weiteren Fortschritt werde sein, ob sich Rahmenbedingungen wie Energiepreise, Investitionskosten und Ladeinfrastruktur parallel zur steigenden Nachfrage entwickeln.

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ImmoScout24 Studie: Interesse füreinander und Rücksichtnahme machen gute Nachbarschaft aus

Immobilien-redaktion.com: 53 Prozent der Österreicher:innen finden: Ein:e gute:r Nachbar:in zeigt Interesse. Auch Rücksicht bei Lärm und kleine Hilfen im Alltag zählen zu den wichtigsten Eigenschaften.

Eine angenehme Nachbarschaft hat großen Einfluss auf die Zufriedenheit mit der Wohnsituation. Doch was macht gute Nachbarschaft eigentlich aus? Für die Mehrheit der Österreicher:innen geht es vor allem um ein persönliches Miteinander und Rücksichtnahme, wie die aktuelle Umfrage von INNOFACT für ImmoScout24.at unter 500 Befragten zeigt. Denn was eine:n gute:n Nachbar:in eher nicht ausmacht, ist die anderen einfach in Ruhe zu lassen (19 Prozent). Und was es vielleicht erleichtert: Kaum jemand bemisst ein gutes Verhältnis daran, ob selbst gebackener Kuchen oder andere Leckereien vorbeigebracht werden (15 Prozent).

Wer Interesse zeigt und Rücksicht nimmt, hat schon gewonnen

Der Kern guter Nachbarschaft ist definitiv Interesse an den anderen Bewohner:innen und Rücksichtnahme aufeinander. Jede:r Zweite (53 Prozent) findet, ein:e gute:r Nachbar:in zeigt vor allem Interesse und unterhält sich gerne auf dem Gang, wenn man sich trifft. Frauen (56 Prozent) und über 40-Jährige (57 Prozent) legen dabei etwas mehr Wert auf Austausch als Männer und jüngere Bewohner:innen. Beinahe ebenso viele (49 Prozent) finden, gute Nachbarschaft bedeutet, Lärmbelästigungen durch Feiern oder Bauarbeiten vorab anzukündigen.

Geborgte Lebensmittel, gegossene Blumen und aktives Nachfragen sind ein Plus

Angenehm aber nicht die Voraussetzung, um als gute:r Nachbar:in wahrgenommen zu werden, sind kleine Hilfen im Alltag. Etwa das Ausleihen von Lebensmitteln, wenn einmal wieder Eier, Mehl oder Milch ausgegangen sind (37 Prozent). Und auch die Blumen der anderen Bewohner:innen zu gießen, während sie auf Urlaub sind, ist kein Muss, um die Bewertung „gute:r Nachbar:in“ zu bekommen: Für 29 Prozent ist das ein Kriterium. 28 Prozent der Befragten finden es gut, wenn Nachbar:innen nachfragen, wenn jemand mehrere Tage nicht gesehen wurde. Hier kommt es aber stark auf die Altersstruktur der Nachbarschaft an. Denn für über 50-Jährige (35 Prozent) ist das wesentlich wichtiger als für unter 30-Jährige (19 Prozent).

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Norisbank Studie: Direktbanken auf dem Vormarsch – Digitales Banking wird für viele Deutsche zur ersten Wahl

it-finanzmagazin.de: Mehr als die Hälfte der Deutschen erledigt ihre Bankgeschäfte inzwischen vollständig digital. Gleichzeitig gewinnen Direktbanken zunehmend an Bedeutung – nicht mehr nur als Zweitkonto, sondern immer häufiger als zentrale Bankverbindung. Das zeigt eine aktuelle, bevölkerungsrepräsentative Umfrage der zur Deutsche-Bank-Gruppe gehörenden Norisbank in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut INNOFACT. Demnach wickeln 55,6 Prozent der Deutschen ihre Finanzangelegenheiten vollständig digital ab – unabhängig von Zeit und Ort. Klassische Bankdienstleistungen wie Überweisungen, Kontostandsabfragen oder Kreditabschlüsse erfolgen zunehmend per App. Der Trend zur Digitalisierung im Banking beschleunigt sich damit weiter und ist längst im Alltag breiter Bevölkerungsschichten angekommen.

Parallel zur steigenden digitalen Nutzung gewinnen Direktbanken auch als primäre Bankverbindung an Gewicht. Fast 30 Prozent der Befragten führen ihr Gehaltskonto inzwischen bei einer Direktbank – ein kontinuierlicher Anstieg in den vergangenen Jahren (2024: 27,2 Prozent; 2025: 27,6 Prozent; 2026: 29,8 Prozent). Auffällig ist die starke Nutzung in jüngeren Altersgruppen. Besonders verbreitet ist das Direktbankmodell bei den 30- bis 39-Jährigen, von denen 36,3 Prozent ihr Hauptkonto dort führen. Auch bei den 18- bis 29-Jährigen liegt der Anteil mit 34,3 Prozent deutlich über dem Durchschnitt. Selbst in älteren Kohorten zeigt sich eine wachsende Akzeptanz: Bei den über 50-Jährigen nutzen bereits 26,3 Prozent eine Direktbank als Hauptkonto. Die Ergebnisse unterstreichen, dass Faktoren wie Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit, intuitive Apps und ortsunabhängige Kontrolle über Finanzgeschäfte klassische Filialstrukturen zunehmend verdrängen. Befragt wurden Ende Oktober 2025 1.041 Personen ab 18 Jahren bevölkerungsrepräsentativ nach Geschlecht, Alter und Region.

Kosten und digitale Services treiben den Wechsel

Als wichtigste Motive für den Wechsel zu einer Direktbank nennen die Befragten Kostenvorteile und moderne Leistungen. 38,7 Prozent geben an, durch den Wechsel Bankgebühren oder Kreditkosten senken zu wollen – ein Höchstwert im Vergleich zu den Vorjahren. Darüber hinaus nennen 28,8 Prozent innovative Services und zusätzliche Funktionen als entscheidenden Faktor. Gerade jüngere Kundinnen und Kunden bewerten digitale Zusatzangebote als klaren Mehrwert im Alltag.

Die Bedeutung der Kostenersparnis variiert dabei je nach Altersgruppe: Besonders ausgeprägt ist sie bei den 40- bis 49-Jährigen mit 47,4 Prozent. Aber auch in jüngeren Gruppen bleibt das Thema zentral. Unzufriedenheit mit der bisherigen Bank spielt ebenfalls eine Rolle, insbesondere bei den 18- bis 29-Jährigen (29,6 Prozent). In den übrigen Altersgruppen liegt dieser Wert zwischen rund 17 und 26 Prozent.

„Kostenloses“ Banking bleibt zentrales Kriterium

Unabhängig von Alter oder Einkommen zeigt sich ein klarer Befund: Für die Mehrheit der Deutschen ist ein günstiges oder „kostenloses“ Konto (also eines ohne sichtbare Grundgebühr) entscheidend. 64,5 Prozent halten eine kostenlose Kontoführung für wichtig oder sehr wichtig. Ein Drittel der Befragten (33 Prozent) würde ein Konto ausschließlich dann eröffnen, wenn es komplett kostenlos ist. Weitere 30,9 Prozent akzeptieren Bedingungen wie einen monatlichen Mindestgeldeingang.

Der Wunsch nach kostenlosem Banking ist dabei einkommensübergreifend verbreitet. Selbst in Haushalten mit höherem Nettoeinkommen (über 2.500 Euro monatlich) liegt die Zustimmung bei über zwei Dritteln. Zwischen den Altersgruppen zeigen sich leichte Unterschiede: Besonders ausgeprägt ist die Erwartung kostenloser Angebote bei den 30- bis 39-Jährigen, während nur eine kleine Minderheit von 4,9 Prozent bereit ist, für ein Konto aktiv Gebühren zu zahlen. Trotz wachsender Akzeptanz entscheiden sich dennoch viele Verbraucher weiterhin gegen einen Wechsel. Hauptgrund ist der wahrgenommene Aufwand: 34,1 Prozent empfinden den Kontowechsel als zu aufwendig – ein Höchststand im Dreijahresvergleich. Zeitmangel (25,4 Prozent) sowie emotionale Bindungen an die bestehende Bank (21,1 Prozent) bremsen den Wechsel ebenfalls. Weitere Gründe sind der Wunsch nach Einfachheit, etwa keine parallelen Bankverbindungen zu führen (17,5 Prozent), oder die Annahme neuer Angebote der bisherigen Bank (14,1 Prozent).

„Die Norisbank begleitet diese Entwicklung seit Jahren mit digitalen Services, die flexibel, günstig und alltagstauglich sind und so den Alltag einfacher machen. Als mehrfach ausgezeichnete Direktbank mit vielen digitalen Services zeigen wir, dass modernes Banking und Verlässlichkeit bestens zusammenpassen.“
Thomas Brosch, Geschäftsführer der Norisbank

Die Studienergebnisse verdeutlichen einen strukturellen Wandel im deutschen Bankenmarkt. Direktbanken entwickeln sich vom ergänzenden Angebot zur zentralen Säule im Privatkundengeschäft. Treiber sind vor allem Kostentransparenz, digitale Nutzererfahrung und flexible Verfügbarkeit. Gleichzeitig zeigen die bestehenden Wechselbarrieren, dass traditionelle Institute weiterhin über Bindungspotenziale verfügen – insbesondere, wenn sie mit eigenen digitalen Angeboten nachziehen.

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Autoscout24 Studie: Nachfrage bei Elektroautos um 41 Prozent gestiegen

autoscout24.de: Nahost-Konflikt treibt E-Auto-Boom: Nachfrage und Kaufbereitschaft steigen um rund 40 Prozent, während Diesel (–18 %) und Benziner (–7 %) deutlich verlieren.

Während das Interesse am Kauf eines Elektroautos bislang langsam, aber kontinuierlich gestiegen ist, haben die zuletzt stark gestiegenen Spritpreise zu einem sprunghaften Anstieg der Nachfrage geführt. Seit dem Ausbruch des Iran-Konflikts verzeichnet die Plattform AutoScout24 einen Anstieg der Nachfrage nach Elektroautos um rund 41 Prozent, während das Interesse an Benzin- und Dieselfahrzeugen stark rückläufig ist. Zudem zeigt eine aktuelle Umfrage von INNOFACT im Auftrag von AutoScout24, dass rund 40 Prozent der Befragten aufgrund der Unruhen im Nahen Osten beim Autokauf deutlich eher ein Elektrofahrzeug in Betracht ziehen würden.

„Einen derart starken Anstieg in der Nachfrage nach E-Autos haben wir bislang noch nicht erlebt. Die aktuellen geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten sowie die stark gestiegenen Kraftstoffpreise wirken wie ein Katalysator für die Elektromobilität. Viele Konsument:innen hinterfragen zunehmend die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und orientieren sich verstärkt in Richtung alternativer Antriebe. Elektroautos profitieren dabei besonders von ihrem Image als kosteneffiziente und zukunftssichere Mobilitätslösung“, erläutert Nikolaus Menches, Country-Manager von AutoScout24 in Österreich.

Elektroauto als Gewinner

AutoScout24 hat die Entwicklung der Nachfrage im Jahr 2026 vor und nach dem Ausbruch des Konflikts im Nahen Osten mit den Daten des Vergleichszeitraums 2025 analysiert, um saisonale Effekte auszuschließen. Das Ergebnis ist nach Bereinigung aller Daten eindeutig: Seit Beginn des Iran-Konflikts ist die Nachfrage nach Elektroautos auf der Plattform um 40,7 Prozent gestiegen und kann damit klar diesem Ereignis zugeordnet werden. Im gleichen Zeitraum ist die Nachfrage nach Benzinfahrzeugen um 6,9 Prozent zurückgegangen, während bei Dieselfahrzeugen sogar ein Rückgang von 17,8 Prozent verzeichnet wurde.

Umfrage bestätigt Trend

Eine aktuelle Umfrage des Marktforschungsinstituts INNOFACT im Auftrag von AutoScout24 unter 525 Österreicher:innen bestätigt diesen Trend deutlich: 40 Prozent der Befragten würden sich aufgrund der gestiegenen Spritpreise eher für ein Elektroauto als für ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor entscheiden. Für weitere 12 Prozent stellt die aktuelle Entwicklung sogar einen klaren Anstoß dar, sich intensiver mit dem Kauf eines E-Autos auseinanderzusetzen. Besonders ausgeprägt ist dieser Trend bei Frauen (15 Prozent) sowie bei jungen Autofahrer:innen zwischen 18 und 29 Jahren (18 Prozent). In der Altersgruppe 50plus hingegen sehen rund zwei Drittel keinen Anlass, sich vom Verbrennungsmotor zu verabschieden.

„Die Ergebnisse zeigen deutlich, wie stark externe Faktoren wie steigende Spritpreise das Mobilitätsverhalten beeinflussen. Gerade jüngere Zielgruppen und Frauen reagieren sensibler auf wirtschaftliche Veränderungen und sind offener für alternative Antriebe. Durch Information, Vertrauen und Anreize, werden sicherlich jetzt mehr Menschen den Umstieg auf E-Fahrzeuge in Erwägung ziehen. Wer beim gebrauchten E-Autokauf auf Batteriegesundheit, Softwarestand und Abokosten achtet, findet hier einen interessanten Markt“, so Nikolaus Menches.

Über die Umfrage: Die INNOFACT AG hat vom 20. Bis 23. März 2026 für die Umfrage im Auftrag von AutoScout24 525 österreichische Autobesitzer:innen bevölkerungsrepräsentativ nach Alter (18 bis 65 Jahre) und Geschlecht quotiert befragt.

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DKV Mobility Studie: E-Flotten im Aufwind, Kosten als Bremse

connect-professional.de: Eine aktuelle Studie von DKV Mobility zeigt, dass viele Unternehmen in Europa den Ausbau ihrer Elektroflotten planen. Gleichzeitig würden steigende Kosten, hohe Energiepreise und Defizite bei der Ladeinfrastruktur die Umsetzung erschweren und die Transformation verlangsamen.

Die Elektrifizierung von Unternehmensflotten in Europa nehme laut Herstellerangaben weiter Fahrt auf. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen plane, innerhalb der kommenden zwei Jahre den Anteil vollelektrischer Fahrzeuge zu erhöhen. Für die Studie führte das Marktforschungsinstitut INNOFACT AG im November 2025 insgesamt 1.732 standardisierte Online-Interviews mit Fuhrparkverantwortlichen in acht europäischen Ländern durch.

Gleichzeitig bleibe der Transformationsprozess komplex. Unternehmen stünden vor der Herausforderung, wirtschaftliche, regulatorische und infrastrukturelle Anforderungen miteinander zu vereinen. Die Elektrifizierung werde daher als strategische Aufgabe im Flottenmanagement betrachtet.

Klassische Antriebe weiterhin dominierend

Trotz zunehmender Investitionen in Elektromobilität dominierten konventionelle Antriebe weiterhin die Unternehmensflotten. Diesel- und Benzinfahrzeuge stellten nach wie vor den Großteil der Flotten dar. Elektrifizierte Antriebe – insbesondere batterieelektrische Fahrzeuge und Plug-in-Hybride – würden jedoch zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Im europäischen Vergleich zeigten sich deutliche Unterschiede: Länder wie die Niederlande verfügten laut Studie bereits über einen überdurchschnittlich hohen Anteil vollelektrischer Fahrzeuge. In Mittel- und Osteuropa hingegen würden weiterhin verstärkt klassische Antriebe sowie hybride Übergangslösungen eingesetzt.

Deutschland im Mittelfeld mit Infrastruktur-Fokus

Deutschland positioniere sich im europäischen Vergleich im Mittelfeld, weise jedoch einen leicht erhöhten Anteil an vollelektrischen Fahrzeugen auf. Auffällig sei laut Unternehmen insbesondere die vergleichsweise starke Verbreitung unternehmenseigener Ladeinfrastruktur.

Viele Organisationen investierten gezielt in Wallboxen und Ladelösungen am eigenen Standort, um die Betriebssicherheit elektrischer Flotten zu erhöhen. Die öffentliche Schnellladeinfrastruktur werde hingegen weiterhin als ausbaufähig bewertet.

Kosten und Energiepreise als zentrale Bremsfaktoren

Als wesentliche Herausforderung der Elektrifizierung würden vor allem wirtschaftliche Aspekte genannt. Unternehmen sähen sich mit steigenden Anschaffungskosten für Elektrofahrzeuge sowie erhöhten Energiepreisen konfrontiert.

Zusätzlich würden begrenzte Reichweiten und eine unzureichende öffentliche Ladeinfrastruktur die Planungssicherheit beeinträchtigen. Diese Faktoren könnten laut Einschätzung der Befragten das Tempo der Transformation erheblich beeinflussen.

Investitionen in eigene Ladeinfrastruktur

Ein zentraler Trend sei der Ausbau unternehmenseigener Ladeinfrastruktur. Bereits heute verfügten rund 90 Prozent der Unternehmen mit Elektrofahrzeugen über entsprechende Lademöglichkeiten am eigenen Standort.

Eine deutliche Mehrheit plane zudem, diese Infrastruktur in den kommenden zwei Jahren weiter auszubauen. Ziel sei es, die Integration elektrischer Fahrzeuge in bestehende Betriebsprozesse zu erleichtern und die Abhängigkeit von externer Infrastruktur zu reduzieren.

Strategische Bedeutung für das Fuhrparkmanagement

Die Studie verdeutliche, dass drei Faktoren das Fuhrparkmanagement maßgeblich prägen:

  1. steigender Kostendruck,
  2. wachsende Nachhaltigkeitsanforderungen
  3. und die zunehmende Elektrifizierung.

Insbesondere größere Unternehmen und Akteure im Transportsektor seien von diesen Entwicklungen betroffen. Gleichzeitig würden viele Organisationen ihre Flottenstrategie langfristig anpassen und den Anteil elektrifizierter Fahrzeuge kontinuierlich erhöhen.

Perspektiven der Flottentransformation

Rund 56 Prozent der befragten Unternehmen beabsichtigten laut Anbieter, ihre Flotten verstärkt auf vollelektrische Fahrzeuge umzustellen. Ein Rückgang werde nur von einem kleinen Teil erwartet. Plug-in-Hybride blieben dabei eine relevante Übergangstechnologie, während klassische Verbrenner perspektivisch an Bedeutung verlieren dürften.

Entscheidend für den weiteren Fortschritt werde sein, ob sich Rahmenbedingungen wie Energiepreise, Investitionskosten und Ladeinfrastruktur parallel zur steigenden Nachfrage entwickeln.

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