AutoScout 24 Studie: Cannabis am Steuer – Autofahrer sagen Nein zum Grenzwert

auto-presse.de: Beim Konsum von Cannabis im Straßenverkehr soll laut dem Beschluss des Deutschen Bundestags künftig ein Grenzwert von 3,5 Nanogramm THC je Milliliter Blutserum für Autofahrer gelten. Allerdings sprechen sich die Autofahrer in Deutschland mehrheitlich für einen restriktiveren Umgang mit Cannabis am Steuer aus.

Beim Konsum von Cannabis im Straßenverkehr soll laut dem Beschluss des Deutschen Bundestags künftig ein Grenzwert von 3,5 Nanogramm THC je Milliliter Blutserum für Autofahrer gelten. Allerdings sprechen sich die Autofahrer in Deutschland mehrheitlich für einen restriktiveren Umgang mit Cannabis am Steuer aus. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von AutoScout24 in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut INNOFACT.

Danach ist nur jeder fünfte Autohalter mit der 3,5-Nanogramm-Grenze einverstanden. Jeder Zweite spricht sich hingegen für einen Grenzwert des Cannabis-Wirkstoffs THC von 0,0 im Blut für Autofahrer aus. Jeder Zehnte (zehn Prozent) ist zwar nicht für ein striktes 0,0, fordert aber einen niedrigeren Grenzwert als den, den die Regierungskoalition jetzt verabschiedet hat. Auf der anderen Seite stehen fünf Prozent der Befragten, die eine höhere THC-Konzentration als 3,5 Nanogramm befürworten. Und ein Prozent sagt sogar: Auch beim aktiven Autofahren soll man so viel kiffen dürfen, wie man will.

Beim Blick auf die Altersstruktur der Befragten fällt auf, dass Jüngere einen etwas entspannteren Umgang mit dem Hasch-Konsum von Autofahrenden haben als Ältere. So plädieren bei den 18- bis 29-Jährigen nur 46 Prozent für Zero-Tolerance beim THC-Wert. In allen anderen Altersgruppen liegt das 0,0-Lager hingegen klar über der 50-Prozent-Marke. Bei den Fahrenden ab 50 Jahren sprechen sich sogar 56 Prozent für diesen restriktiven Grenzwert aus.

Liberaler zeigen sich Deutschlands Autohalter laut AutoScout24-Umfrage, wenn es ums Fahrradfahren geht. Nur 43 Prozent fordern auch von Radlern einen THC-Wert von 0,0 im Blut. Aus der Sicht von 20 Prozent der Befragten sollten hier hingegen die 3,5 Nanogramm gelten, die die Ampel-Koalition beschlossen hat.

Während sich 13 Prozent der Befragten auf Radwegen einen niedrigeren Grenzwert wünschen, sprechen sich neun Prozent für einen Grenzwert über den 3,5 Nanogramm aus. Ganz ohne Einschränkungen auf zwei Rädern sollten Cannabis-Konsumenten aus Sicht von zwei Prozent der Befragten unterwegs sein dürfen.

 

Verivox Studie: Nur jedes fünfte Konto kostenfrei – Lohnt sich der Wechsel?

berchtesgadener-anzeiger.de: Von weniger als 50 bis über 200 Euro – so weit reicht die Spanne bei kostenpflichtigen Girokonten. Der Großteil der Bevölkerung ist von den Gebühren betroffen. Doch das muss nicht zwingend sein.

Nicht einmal jeder fünfte volljährige Bankkunde (18 Prozent) führt in Deutschland ein kostenfreies Girokonto. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Innofact im Auftrag des Vergleichsportals Verivox. Die Mehrzahl der Bevölkerung (82 Prozent) muss bezahlen – zum Teil sogar mehr als 200 Euro pro Jahr (4 Prozent). Bei rund der Hälfte (49 Prozent) der zahlenden Kundschaft sind die Gebühren in den vergangenen zwei Jahren auch noch angestiegen.

Wie viel Gebühren ein Konto kostet, ist von Bank zu Bank unterschiedlich. Während rund jeder Dritte (29 Prozent) weniger als 50 Euro pro Jahr zahlt, bewegen sich die Kontogebühren bei knapp 27 Prozent der Befragten zwischen 50 und 99 Euro. 14 Prozent müssen sogar zwischen 100 und 200 Euro berappen.

Der Umfrage zufolge sind kostenfreie Girokonten besonders häufig bei Direktbanken (41 Prozent) oder Privatbanken mit Filialgeschäft (30 Prozent) zu finden. Bei Sparkassen (7 Prozent) und genossenschaftlich organisierten Banken (9 Prozent) sind kostenfreie Girokonten eher die Seltenheit. Das hängt laut Verivox-Geschäftsführer Oliver Maier insbesondere mit den hohen Kosten zusammen, die diese Kreditinstitute haben, um ein flächendeckendes Filialnetz zu betreiben.

Preise und Leistungen gegenüberstellen

Preissensible Kunden sollten die Kosten ihres Girokontos aber nicht als einziges Kriterium für die Auswahl heranziehen. Auch der Service und die Erreichbarkeit spielen eine entscheidende Rolle. Wer allerdings mehr als 50 Euro pro Jahr für sein Konto ausgibt, sollte prüfen, ob es Alternativen mit vergleichbarem Leistungsumfang woanders günstiger gibt und gegebenenfalls die Bank wechseln.

In Deutschland ist das lediglich mit geringem Aufwand verbunden. Denn die Finanzinstitute sind dazu verpflichtet, sämtliche Formalitäten zu übernehmen. Wer ein neues Konto eröffnet, stellt dazu beim jeweiligen Institut einen Antrag auf Kontowechselhilfe. So können etwa Daueraufträge und Lastschriftmandate zum neuen Konto umgezogen werden, das alte Konto im Zweifel gleich mit geschlossen werden. Einzige Voraussetzung für den Wechselservice: Beide Banken müssen in Deutschland ansässig sein.

Im Rahmen der Umfrage hat das Meinungsforschungsinstitut INNOFACT im März insgesamt 1025 Personen im Alter von 18 bis 79 Jahren befragt. Bei den Gebühren sollten Bankkundinnen und Bankkunden sämtliche Kosten aufführen, die ihnen im Zusammenhang mit dem Girokonto entstehen – also etwa Kontoführungsgebühren sowie Gebühren für Zahlungskarten, Lastschriften, Bargeldabhebungen oder Überweisungen.

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Verivox Studie: Kfz-Versicherung 2024 – 84 Prozent der Autobesitzer von Preissteigerungen betroffen

verivox.de: Die Kfz-Versicherer haben ihre Prämien für dieses Jahr drastisch erhöht. Von den Preissteigerungen sind 84 Prozent der Fahrzeughalter betroffen, wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Vergleichsportals Verivox zeigt. Die Mehrheit (71 Prozent) akzeptiert die Preiserhöhungen.

Versteckte Preiserhöhungen für 25 Prozent der Fahrzeughalter

84 Prozent der Fahrzeughalter sind von Preissteigerungen in der Kfz-Versicherung betroffen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Vergleichsportals Verivox. 58 Prozent der Befragten haben mit der Beitragsrechnung für das kommende Jahr eine direkte Preiserhöhung erhalten. Für jeden Vierten (25 Prozent) bleibt der Beitrag in diesem Jahr gleich. Und das, obwohl keiner der Befragten in den vergangenen zwölf Monaten einen Schaden von seiner Versicherung regulieren ließ. Sie steigen damit um eine Schadenfreiheitsklasse auf und sollten aufgrund des höheren Schadenfreiheitsrabatts einen günstigeren Beitrag zahlen. Nur 12 Prozent der Autobesitzer geben an, dass ihr Beitrag im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist.

„Nicht alle Preiserhöhungen sind auf den ersten Blick erkennbar“, sagt Wolfgang Schütz, Geschäftsführer der Verivox Versicherungsvergleich GmbH. „Wenn der Versicherer den Schadenfreiheitsrabatt nicht oder nur teilweise anrechnet, handelt es sich um eine versteckte Preiserhöhung.“

Mehrheit akzeptiert den höheren Beitrag

Tarifwechsel, Anpassung veralteter Angaben wie der Fahrleistung oder ein Wechsel des Versicherers – Autofahrerinnen und Autofahrer haben mehrere Möglichkeiten, höheren Prämien zu entgehen. Mit 71 Prozent akzeptiert allerdings die Mehrheit den höheren Beitrag. 14 Prozent gaben an, den Versicherer gewechselt zu haben oder wechseln zu wollen.

„Die Versicherer sind in dieser Saison zweigleisig gefahren, um ihre höheren Ausgaben zu kompensieren“, sagt Wolfgang Schütz. „Einerseits haben sie ihre Prämien erhöht, andererseits haben sie Neukunden wieder günstige Prämien angeboten.“

Versicherte müssen nicht auf wichtige Leistungen verzichten

Versicherte müssen nicht auf wichtige Leistungen verzichten, um ein günstiges Angebot zu finden. „In unseren regelmäßigen Tariftests sehen wir zahlreiche Tarife mit starken Leistungen zum günstigen Preis, sagt Wolfgang Schütz.“ Das bestätigt auch eine Auswertung aktueller Versicherungstarife von Verivox. Im Durchschnitt der rund 500 untersuchten Tarife kosten wichtige Leistungen keinen Aufpreis, ein Versicherer gewährt hierfür sogar Rabatt. Zu den wichtigen Leistungen gehören der Einschluss von grober Fahrlässigkeit, Tier- und Marderbisse inkl. Folgeschäden sowie ein erweiterter Wildschadenschutz.

Methodik

Im Auftrag von Verivox hat das Marktforschungsinstitut INNOFACT Ende Januar 2024 insgesamt 1031 Personen im Alter von 18 bis 79 Jahren online befragt. Die Umfrage ist bevölkerungsrepräsentativ in Bezug auf Alter, Geschlecht und Bundeslandzugehörigkeit. Die Befragten entstammen einem ISO-zertifizierten Online-Panel mit rund 500.000 Teilnehmenden.

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Verivox Studie: Klimageld würde laut Umfrage Akzeptanz der Energiewende fördern

fr.de: Bereits seit 2021 verteuert der Staat Sprit, Heizöl und Erdgas durch den CO2-Preis. Der Bund hat dadurch bis Ende letzten Jahres 11,4 Milliarden Euro eingenommen, was 139 Euro pro Kopf ausmacht. Das von der Ampel im Koalitionsvertrag als Kompensation angekündigte Bürgergeld aber lässt weiter auf sich warten. Eine Umfrage zeigt nun, dass ein solcher Ausgleich die Akzeptanz der Energiewende deutlich erhöhen könnte.

Die jährlich ansteigende CO2-Bepreisung wurde bereits von der letzten Merkel-Groko beschlossen, um klimafreundliches Verhalten und entsprechende Investitionen auch in den Sektoren Verkehr und Gebäude voranzubringen. Aktuell verteuert das Benzin und Diesel um elf respektive zwölf Cent pro Liter, Heizöl um zwölf Cent pro Liter und Erdgas um 0,8 Cent pro Kilowattstunde.

Vor allem, um ärmere Haushalte nicht zu überfordern, ist eine Kompensation angebracht, wie sie auch in anderen Ländern mit CO2-Bepreisung wie Österreich, der Schweiz und Kanada üblich ist. Laut der Umfrage würden rund 40 Prozent der Deutschen positiver auf die Energiewende blicken, wenn es ein Klimageld gäbe. Rund elf Prozent der Befragten geben an, sie würden ihr dann „deutlich positiver“ gegenüberstehen, 29 Prozent antworten mit „etwas positiver“.

Noch höher ist dieser Anteil mit 59 Prozent in der Gruppe der 18- bis 29-Jährigen. Eine Mehrheit der Deutschen (59 Prozent) spricht sich zudem für die rückwirkende Auszahlung eines Klimageldes aus. Nur knapp jeder Sechste (18 Prozent) ist dagegen. Rund ein Viertel hat keine Meinung dazu. Gemacht wurde die repräsentative Umfrage im Auftrag des Vergleichsportals Verivox vom Marktforschungsinstitut INNOFACT.

Für viele Befragte spielt soziale Gerechtigkeit bei dem Thema eine große Rolle. Rund 58 Prozent sind der Auffassung, die Höhe des Klimageldes solle nach dem Einkommen gestaffelt sein. Von dieser Gruppe sagen wiederum 82 Prozent, dass sie ein Höchsteinkommen für sinnvoll halten, ab dem kein Klimageld mehr ausgezahlt werden sollte. Eine Mehrheit von 46 Prozent ist der Auffassung, es solle bei Verdiensten bei einem Bruttoeinkommen von über 5000 Euro keine Zahlung mehr geben, gut sieben Prozent sehen die Grenze bereits bei 2000 Euro erreicht, elf Prozent bei 3000 Euro, 18 Prozent bei 4000 Euro.

Lindner auf Sparkurs

Verivox-Energieexperte Thorsten Storck sagte dazu: „Die Energiewende ist ein gesamtgesellschaftliches Projekt. Das Klimageld könnte dazu beitragen, hier eine breitere Akzeptanz zu schaffen“. Er erinnerte daran, dass das Klimageld vor allem denjenigen zugute komme, die bisher kaum vom Umbau im Energiesystems profitierten, etwa, weil sie als Mieter weniger Einfluss auf bauliche Veränderungen nehmen könnten.

Im Bundesfinanzministerium heißt es, die Auszahlung eines Klimageldes werde ab 2025 „technisch möglich“ sein, und zwar über das Bundeszentralamt für Steuern. Ob es auch praktisch dazu kommt, ist eher unwahrscheinlich. Bisher fließen die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung in den „Klima- und Transformationsfonds“ (KTF), aus dem die Bundesregierung Zuschüsse unter anderem für Wasserstoff-Nutzung in der Industrie, die Umstellung auf Öko-Heizungen und den Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Autos finanziert.

Hier zu kürzen, kann die Ampel sich nicht erlauben, wenn sie Erfolge beim Klimaschutz nicht gefährden will. Einem Auffüllen des KTF aus anderen Quellen, etwa aus einem von Ökonom:innen und Umweltschützer:innen vorgeschlagenen „Sondervermögen Klimaschutz“, steht jedoch der Sparkurs von Finanzminister Christian Lindner (FDP) entgegen.

Ärmere Haushalte unterstützen

Auf die Auszahlung eines Klimageldes dringen unter anderem Umweltverbände und Verbraucherschützer:innen, aber auch Ökonom:innen wie der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher. Er sagte unlängst, Haushalte mit niedrigen Einkommen würden im Verhältnis „deutlich stärker durch den CO2-Preis belastet werden als Wohlhabende“.

Das Klimageld könne für eine stärkere Entlastung von niedrigen Einkommen sorgen und werde mit steigenden CO2-Preisen immer wichtiger. Dass die eingenommenen Mittel nicht verfügbar seien, weil sie in Subventionen für die Industrie flössen, dürfe kein Argument sein, das Versprechen gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern aus dem Koalitionsvertrag zu brechen.

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